Der Kampf um soziale Gerechtigkeit:
Der Rechtspopulismus und die Potentiale politischer Mobilisierung

Online-Artikel von Michael Vester

Michael Vester setzt sich in seinem Online-Beitrag u.a. mit dem Mobilisierungspotential des Rechtspopulismus  in den sozialen Milieus und gesellschaftspolitischen Lagern auseinander. Der Mitherausgeber der spw differenziert das rechtspopulistische Wählerpotential in ein rebellisch-autoritäres und ein resigniert-autoritätsgebundenes Lager aus und arbeitet deren jeweilige sozialstrukturelle Verortung und Traditionslinien heraus. Hierzu vergleicht er die Befunde und die Methodik eigener Untersuchungen zu den sozialen Milieus mit der Mitte-Studie von Heitmeyer  u.a. sowie der Studie von Decker et. al. und formuliert eine strategische Schlussfolgerung zu den Mobilisierungspotentialen für eine solidarischere Politik durch die SPD.  Seine Analyse macht sichtbar, dass die Resigniert-Autoritätsgebundenen – im Gegensatz zur sozialdarwinistisch eingestellten Gruppe der Rebellisch-Autoritären – durch eine Politik sozialer Sicherung angesprochen und teilweise auch von der SPD zurückgewonnen werden könnte. Die Verortung der Lager im sozialen Raum und die Schwerpunkte des rechtspopulistischen Wählerpotentials widerlegen zum einen die These von der AfD als eine Art Staubsaugerpartei, die aus allen Milieus und Lagern (gleichermaßen) Wähler anziehe. Zum anderen ordnet sie die Beobachtungen von Didier Eribon richtig ein, die in der Debatte häufig als ein rechtspopulistischer Siegeszug bei allen Arbeitern fehlinterpretiert werden.

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