Crossover

Soll eine sozial-ökologische Kräftekonstellation im Jahr 2017 keine Wunschvorstellung bleiben, muss sie durch intensive Debatten zwischen den linken Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und sozialen Bewegungen vorbereitet werden. Aus Sicht der SPD-Linken hat der Öffnungsbeschluss von Leipzig Möglichkeiten für eine rot-rot-grüne Zusammenarbeit auf Bundesebene eröffnet, die vorher SPD-intern blockiert waren. Andererseits erschwert die Einbindung der Partei in die große Koalition zugleich die langfristige und glaubwürdige Suche nach neuen Bündnissen.
Es gilt, nicht nur auf bekannte Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verweisen,sondern Brücken über die unterschiedlichen programmatischen Ansätze und Vertrauen zwischen den Akteuren zu bilden. Wird dieser Prozess allein machttaktisch und nicht als politisches Projekt verstanden, entsteht weder unter den beteiligten Akteuren noch in den jeweiligen Wählerklientelen Vertrauen. Mit der im letzten Jahr gestarteten Artikelserie crossover versucht spw, die diskursiven Schnittmengen zwischen progressiven Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zu vergrößern und gemeinsame politische Gestaltungsperspektiven zu entwickeln.

Crossover 2.0, ProMS-Nord - Tagung zur Wirtschaftsdemokratie, Linksreformismus - Call for Papers

Crossover-Projekt Zukunftsvertrag

von Marco Bülow

Crossover muss mehr sein als nur eine Machtoption. Abgrenzung gegenüber den
bürgerlichen Parteien und Scharmützel in Nuancen werden für eine tragfähige und
verändernde Politik nicht ausreichen. Wenn das linke politische Spektrum in Zukunft
zur vorherrschenden Kraft werden möchte, muss trotz aller Unterschiede die Einsicht
reifen, mehr miteinander als gegeneinander zu arbeiten. mehr

Crossover: Stolperfalle Militäreinsätze?

von Niels Annen, Stefan Liebich

Soll eine sozial-ökologische Kräftekonstellation im Jahr 2017 keine Wunschvorstellung bleiben, muss sie durch intensive Debatten zwischen den linken Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und sozialen Bewegungen vorbereitet werden. Aus Sicht der SPD-Linken hat der Öffnungsbeschluss von Leipzig Möglichkeiten für eine rot-rot-grüne Zusammenarbeit auf Bundesebene  eröffnet, die vorher SPD-intern blockiert waren. Andererseits erschwert die Einbindung der Partei in die große Koalition zugleich die langfristige und glaubwürdige Suche nach neun Bündnissen. Es gilt, nicht nur auf bekannte Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verweisen, sondern Brücken über die unterschiedlichen programmatischen Ansätze und Vertrauen zwischen den Akteuren zu bilden. Wird dieser Prozess allein machttaktisch und nicht als politisches Projekt verstanden, entsteht weder unter den beteiligten Akteuren noch in den jeweiligen Wählerklientelen Vertrauen. Mit der neuen Artikelserie crossover versucht spw, die diskursiven Schnittmengen zwischen progressiven Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zu vergrößern und gemeinsame politische Gestaltungsperspektiven zu entwickeln. Zum Auftakt diskutieren Niels Annen und Stefan Liebich über das zwischen SPD und Linkspartei wohl am stärksten umstrittene Politikfeld der Außen- Sicherheits- und Friedenspolitik. mehr

Crossover: You can never be overdressed or overeducated – eine rot-grün-rote Perspektive in der Bildungspolitik

von Katja Dörner

Der Koalitionsvertrag der großen Koalition im Bereich der Bildungspolitik von der Kita bis hin zur Hochschule und dem lebensbegleitenden Lernen ist eine Enttäuschung. Die zu erwartenden Vorhaben bis 2017 bleiben weit hinter dem zurück, was uns nationale und internationale Studien, Expertengremien und auch das Programm der SPD zur Bundestagswahl 2013 ins Stammbuch schreiben. Es jedem Kind bzw. jedem Jugendlichen zu ermöglichen, seine Potentiale voll auszuschöpfen und gleichermaßen Deutschland so aufzustellen, wie es einer zukunftstauglichen Gesellschaft Not tut, die auf Ressourcen in den Köpfen statt in der Erde setzen muss (und darf) – so wird das nichts. Dies liegt meines Erachtens gleichermaßen an inhaltlichen Differenzen der Koalitionspartner wie an der mangelnden Bereitschaft, ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen, um notwendige Zukunftsinvestitionen zu gewährleisten. mehr

Crossover: Rezension: Wer mit wem im Crossover

von Robert von Olberg

Crossover: Kratzer im halbvollen Glas

von Tom Strohschneider

Ob man ein Glas als halb voll oder als halb leer betrachtet, hängt meist von der Perspektive ab, aus der geblickt wird.
Wer zum Beispiel einen Politikwechsel, der diesen Namen auch verdient, für eine Angelegenheit hält, die unter einem bundespolitischen Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen ins Werk gesetzt werden könnte, wird auf die laufenden Debatten und Treffen von Vertretern der drei Parteien verweisen – und von einem halb vollen Glas sprechen: Es gibt viele Schwierigkeiten – Außenpolitik! Schuldenbremse! – aber auch einen hinreichenden Vorrat an gemeinsamen Zielen und Vorstellungen.  mehr

Crossover: Anfangen!

von Susanne Hennig-Wellsow

Nach der Bundestagswahl 2013 ist wieder Leben in die Debatte um rot-rot-grüne Bündnisse gekommen. Von manchen Wortgewaltigen wird jedoch sehr lautstark und sehr medienwirksam mehr der Abgrenzung, als der Kooperation das Wort geredet. Skeptisch resümierte daher Hans-Jürgen Urban, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes der IG Metall und Verfechter einer engen Kooperation links der Mitte, die Debatte um ein Linksbündnis: „Es wäre absolut notwendig und auch möglich. Das Problem besteht darin, dass dieses Projekt nur dann realisiert wird, wenn die Akteure es wirklich wollen. Und an diesem ernsthaften Willen hapert es bisher.“ mehr

Crossover: Wir müssen unser Verständnis von Arbeitszeit überdenken

von Katharina Oerder

Crossover: Jenseits des Erprobten – eine emanzipatorische Arbeitsmarktpolitik für Alle

von Felix Banaszak

Crossover: Feministische Kämpfe verbinden

von Charlotte Rosa Dick, Imogen Wilkins

Crossover: Strategie und DIE LINKE: Das Einfache, das nur sehr schwer zu machen ist

von Alban Werner

Crossover: Rot-Grün-Rot – ehrlich machen und Chancen nutzen

von Sven-Christian Kindler

Crossover: Mit links regieren

von Susanne Hennig-Wellsow

Der erste Beschluss, den die neue Thüringer Landesregierung im Dezember 2014 fasste, war ein Winterabschiebestopp für Flüchtlinge. Das Signal, das die drei Regierungsparteien Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und SPD damit aussenden wollten, war: Wir machen uns auf den Weg zu einer humanen Flüchtlingspolitik – und wir werden viele landespolitische Fragen anders angehen, als es die Vorgängerregierungen im Freistaat getan hatten. Der Winterabschiebestopp war der erste Baustein für eine Flüchtlingspolitik, die nicht auf Ausgrenzung und das Ziel der Abschiebung setzt, sondern die darauf setzt, aus Flüchtlingen Neubürgerinnen und Neubürger zu machen. Es geht darum, mit den Instrumenten des Landes eine wirkliche Integrations- und Willkommenskultur zu entwickeln. Und es geht darum, rassistischer Hetze und der politischen Instrumentalisierung des Themas durch die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ (AfD) und die Thüringer CDU entgegenzutreten – denn es geht um Menschen.
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Crossover: Lokal, pragmatisch, solidarisch: Eine neue Sprache des Progressiven

von Sebastian Jarzebski, Frank Gadinger, Christopher Smith, Taylan Yildiz

Demokratische Gesellschaften befinden sich in einem ständigen öffentlichen Gespräch. Der kollektive Austausch soll schließlich Veränderungsanliegen gemeinwohlorientiert gestaltbar machen. Dies stellt die politischen Akteure vor das Problem, komplexe politische Zusammenhänge und Krisensituationen gedanklich zuordnen, ihnen einen Sinn zu verleihen und die interpretativen Deutungen in die öffentlichen Diskurse einzuspeisen. Erst dadurch lassen sich politische Entscheidungen vorbereiten, die einen Anspruch auf Legitimität erheben können. Jedoch bleiben auch legitime Entscheidungen stets umstritten, da nicht über jeden Zweifel hinweg darüber befunden werden kann, ob die getroffenen Entscheidungen von den Bürgern für dauerhaft erwünscht gehalten werden. mehr